
Bei der Peyronie handelt es sich um eine Erkrankung, bei der betroffene Männer unter einer Verkrümmung des Penis leiden. Diese Krümmung entsteht durch Bindegewebsverhärtungen und kann bei stärkeren Verkrümmungsgraden auch zu Schmerzen und Problemen im Alltag führen. Dadurch können aber nicht nur körperliche Beschwerden entstehen, denn zusätzlich kann es auch zu psychischen Belastungen kommen. Viele betroffene Patienten stehen bei einer vorhandenen Peyronie vor der Frage, ob man sich wirklich einer Operation unterziehen soll. Wobei es heutzutage auch schonendere Behandlungsmethoden gibt, die vor einer Operation infrage kommen können.
Den PeniMaster Pro zur Therapie einsetzen
Eine mögliche Alternative bei einer vorhandenen Penisverkrümmung zum klassischen operativen Eingriff kann die Behandlung mit dem PeniMaster Pro darstellen. Es handelt sich hierbei um ein medizinisches Strecksystem, das mit mechanischer Traktion arbeitet und in einer Studie bei Männern in der stabilen Phase der Peyronie die Verkrümmung verringert hat.
In der Studie verringerte sich eine vorhandene Penisverkrümmung bei regelmäßiger Anwendung des PeniMaster. Untersucht wurde das bei Männern ohne Erektionsstörung und ohne nennenswerte Schmerzen; dass der PeniMaster Pro Schmerzen lindert, belegt die Studie daher nicht.
Positiv ist bei einer Behandlung mit dem angesprochenen medizinischen Gerät auch, dass es sich um eine äußere Anwendung ohne invasiven Eingriff handelt. Das bedeutet, dass es keine Operation mit Hautschnitten und Nähten sowie den üblichen Risiken von operativen Eingriffen gibt. Entsprechend stellt die Behandlung mit dem PeniMaster Pro auch für viele Männer eine interessante Alternative dar, die sich bewusst gegen eine Operation am Penis entscheiden.
Was eine Studie zum PeniMaster Pro zeigt
Der Einsatz des PeniMaster Pro kann den Verkrümmungsgrad reduzieren. Das zeigte eine Studie, an der insgesamt 93 Männer mit einer stabilen Peyronie-Erkrankung teilnahmen. Die Beobachtungszeit betrug zwölf Wochen, Aussagen über Langzeitergebnisse sind damit nicht möglich; die Studienlage zur Traktionstherapie insgesamt gilt laut IQWiG als dünn.
Bei diesem Experiment wurden alle Teilnehmer über einen Zeitraum von rund drei Monaten durch medizinisches Personal und Ärzte begleitet und überwacht. Die Probanden wurden während dieser Studie in zwei Gruppen aufgeteilt. In der Gruppe A gab es für die Männer eine tägliche Behandlung mit dem PeniMaster Pro und hierbei wurden die Ergebnisse regelmäßig dokumentiert. Dabei kam heraus, dass sich die Krümmung in dieser Gruppe nach zwölf Wochen im Mittel um 31,2 Grad verringerte.
Die Probanden in der Gruppe B dienten als Kontrollgruppe und diese erhielten während des Zeitraums der Studie keinerlei Behandlung. Bei diesen Männern veränderte sich die Penisverkrümmung während des Experiments nicht nennenswert.
Zur vollständigen Einordnung gehört auch: In derselben Studie wurden bei rund 43 % der Anwender milde Nebenwirkungen wie ein Druckgefühl oder ein Taubheitsgefühl im Bereich der Eichel dokumentiert. Mögliche Nebenwirkungen sollten vor einer Anwendung mit der behandelnden Urologin oder dem behandelnden Urologen besprochen werden.
Die Tragezeit des medizinischen Geräts spielt eine wichtige Rolle
Bei der angesprochenen Studie konnten die Mitglieder der Gruppe A selbst entscheiden, wie lange sie den PeniMaster Pro täglich tragen wollen. Durch die betreuenden Ärzte gab es lediglich einen vorgegebenen Rahmen für die Tragedauer von mindestens drei Stunden und maximal acht Stunden. Interessanterweise zeigten die regelmäßigen Messungen, dass die Ergebnisse umso besser ausfielen, je mehr Stunden täglich das Gerät innerhalb dieses Rahmens getragen wurde. Tragedauer und Zugkraft sollten Sie trotzdem mit Ihrer Urologin oder Ihrem Urologen abstimmen. Die größte Verringerung der Krümmung erreichten während dieser medizinischen Studie übrigens die Probanden, die das medizinische Gerät täglich mehr als sechs Stunden angelegt hatten.
Quellen
- NHS (National Health Service, UK) – Peyronie’s disease (Induratio penis plastica) – belegt: Bei der Peyronie-Erkrankung bildet sich eine Verhärtung am Penisschaft, die zu einer Verkrümmung und zu Schmerzen führen kann. Neben körperlichen Beschwerden kann die Erkrankung auch psychisch belasten. Neben der Operation gibt es schonendere Behandlungsmöglichkeiten, darunter Geräte, die regelmäßig angewendet werden müssen.
- Studie: Moncada et al., BJU International 2019 (kontrollierte Multicenterstudie zum Penimaster PRO, 12 Wochen, stabile Phase) – belegt: In einer Studie mit 93 Männern mit stabiler Peyronie-Erkrankung verringerte sich die Krümmung nach zwölf Wochen Anwendung im Mittel um 31,2 Grad. Untersucht wurden nur Männer ohne Erektionsstörung und ohne nennenswerte Schmerzen; eine Schmerzlinderung belegt die Studie daher nicht. In der Kontrollgruppe ohne Behandlung verringerte sich die Krümmung nicht nennenswert. Vorgegeben waren drei bis acht Stunden täglich; die Ergebnisse waren umso besser, je länger das Gerät innerhalb dieses Rahmens getragen wurde. Bei 43 % der Anwender traten milde Nebenwirkungen wie ein Druckgefühl oder ein Taubheitsgefühl an der Eichel auf.
Stand der Angaben: September 2026. Medizinische Empfehlungen und Rechtsgrundlagen können sich ändern.